Harninkontinenz, das häufigste Symptom aller Beckenbodenbeschwerden

Die Harnblase ist der Speicher für Urin, und die Harnröhre ein Ventil, das die Blase gegen die Außenwelt abdichtet. Bei der Inkontinenz werden zwei große Gruppen unterschieden. Zum einen die Belastungs-Inkontinenz – früher als Stress-Inkontinenz bezeichnet – und zum zweiten die Drang-Inkontinenz.

Bei der Belastungs-Inkontinenz schließt das Ventil, die Harnröhre, nicht mehr richtig. Ist dieses Ventil defekt, dann ist ungewollter Urinverlust bei köperlicher Belastung, also Husten, Lachen, Heben, Rennen, etc. die Folge.

Bei der Drang-Inkontinenz besteht keine Ventilfunktionsstörung der Harnröhre, sondern eine Erkrankung und Reizung der Harnblase. Ursache kann z.B. eine Blasenentzündung sein. Der Harndrang, der bei einer Blasenentzündung besteht, liefert das typisch Bild einer Drangsymptomatik. Dieser Drang muss nicht zwangsläufig zur Inkontinenz führen, sondern nur dann, wenn der Drang so groß ist, dass man es nicht mehr rechtzeitig bis zur Toilette schafft.


normale Harnblase:
Die Harnröhre schließt (Ventil). Die Harnblase ist entspannt (Speicher).
 


Blasen-Inkontinenz:
Die Harnröhre schließt nicht mehr.

 


Drang-Gefühl bis -Inkontinenz:
Die Harnblase ist gereizt.