Allgemeine Informationen zum Thema Beckenboden

Beckenbodenschwäche ist ein Überbegriff, der all die Erkrankungen umfasst, die durch Schwäche von Muskeln, Sehnen, Bindegewebe oder Nerven des Beckenbodens verursacht werden.

Ist der Beckenboden geschwächt, so hat das oft verschiedene Aus­wirkungen - und nicht selten auch Kombinationen davon zur Folge. 

Beispielsweise kann das Bindegewebe im Bereich der Scheide zu weit sein: Solche Patientinnen haben dann z.B. ein unnatürliches Weitegefühl der Scheide beim Geschlechtsverkehr oder die Blase drückt durch eine Senkung nach unten. Oft besteht gleichzeitig eine Harninkontinenz.

Es sind mehr Menschen betroffen als man denkt.
Diese Krankheitsbilder werden medizinisch unter der Fach­bezeichnung Urogynäkologie zusammengefasst. Von solchen Störungen und Erkrankungen sind allein in Hamburg mehrere hunderttausend Menschen betroffen. In Deutschland kann man ungefähr von 5-6 Millionen Patientinnen mit einer Becken­boden­er­krankung ausgehen. Die Dunkelziffer dürfte etwa doppelt so hoch liegen. Becken­boden­er­krankungen sind übrigens keine Erkrankung von älteren Menschen, sondern betreffen sehr oft jüngere Frauen, z.B. Frauen die Kinder geboren haben.

Schauen Sie sich einmal im Wartezimmer Ihres Frauenarztes, Urologen und Hausarztes um: Nach eigenen Forschungsergebnissen haben mehr als die Hälfte der Patientinnen ein Becken­boden­problem. Doch die wenigsten reden darüber, obwohl wir Ihnen meist sehr gut helfen können.
"Viele Menschen wissen gar nicht, dass sie einen Beckenboden haben"
Dr. Sven Jürgens