Krebsvorstufen (Dysplasien)

Krebsvorstufen (Dysplasien) des weiblichen Genitale sind Zellveränderungen, die nicht bösartig sind, da sie die Grenze zum darunter liegenden Gewebe nicht durchbrochen haben.

Dysplasien verursachen keinerlei Beschwerden und werden deshalb von Patientinnen nicht bemerkt. Je nach Schweregrad können diese Vorstufen, wenn sie nicht frühzeitig entfernt werden, zu einem bösartigen Tumor werden.

Nicht jede Dysplasie wird zu einem Krebs.
Leichte Vorstufen (CIN 1) bilden sich zum Beispiel in ca. 80 % der Fälle innerhalb von zwei Jahren spontan zurück.

Bei mäßiggradigen Veränderungen (CIN 2) gilt dies für etwa 50 % der Befunde.
Hochgradige Vorstufen (CIN 3) müssen entfernt werden, da die Wahrscheinlichkeit des Übergangs in einen bösartigen Befund hoch ist.

Grundsätzlich werden alle Krebsvorstufen in 3 Schweregrade unterteilt:

Gebärmutterhals (Zervix):    
CIN 1-3    Cervikale Intraepitheliale Neoplasie Grad 1-3

Scheide (Vagina):    
VaIN 1-3    Vaginale Intraepitheliale Neoplasie Grad 1-3

Vulva:    
VIN 1-3    Vulväre Intraepitheliale Neoplasie Grad 1-3

Anus:    
AIN 1-3    Anale Intraepitheliale Neoplasie Grad 1-3


Bildquelle/Autor - KGH