Antworten auf häufige Fragen zum Thema Myome:

Können Myome bösartig werden?
Myome sind gutartige Geschwülste der Gebärmuttermuskulatur. Aus der Muskulatur oder dem Bindegewebe der Gebärmutter können aber auch bösartige Uterussarkome entstehen, die im Gegensatz zu den gutartigen Myomen typischerweise schnell wachsen. Eine bösartige (sarkomatöse) Entartung von gutartigen Myomen ist sehr selten.

Was bedeutet „schnell wachsende Myome”?
Fallen im Ultraschall Myome auf, die schnell wachsen, sollten sie frühzeitig operativ entfernt werden. So kann die Operation oft auf einen kleinen, ambulanten und knopfloch-chirurgischen Eingriff begrenzt werden. Selten stellen sich solche schnell wachsenden Geschwülste nicht als gutartige Myome, sondern als bösartige Sarkome heraus; dann kann die rechtzeitige Operation lebensrettend sein.

Welche Beschwerden verursachen Myome?
  • Kinderlosigkeit
  • Verstärkte und verlängerte Monatsblutungen
  • Unterleib- und/oder Rückenschmerzen
  • Druckbeschwerden im Unterleib und Enddarm
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Zu häufiger Harndrang

Müssen Myome immer behandelt werden?
Myome, die nicht wachsen und die keine Beschwerden wie z.B. Kinderlosigkeit, Blutungsstörungen, Schmerzen, Druckbeschwerden, Rückenschmerzen oder häufigen Harndrang verursachen, müssen nicht therapiert werden.
Da Myome in den Wechseljahren meist schrumpfen und Beschwerden nach dem Ausbleiben der Regelblutung verschwinden, erübrigt sich oft eine Therapie.
 
Wie können Myome therapiert werden?
  • Konservativ durch Ihre Frauenärztin oder Frauenarzt
    • Hormone
    • Mirena-Spirale
  • Konservativ durch Ihre Frauenärztin oder Frauenarzt
    oder die TAGESKLINIK ALTONAER STRASSE
    • Ulipristalacetat (ESMYA®) zur Vorbereitung von Operationen, keine Dauertherapie
  • Ambulante oder stationäre Operation der TAGESKLINIK ALTONAER STRASSE
    • Hysteroskopische Myomenukleation: Gebärmutterspiegelung, minimal-invasive Knopfloch-Chirurgie, endoskopisch, Gebärmutter bleibt erhalten.
    • Laparoskopische Myomenukleation: Bauchspiegelung, minimal-invasive Knopfloch-Chirurgie, endoskopisch, Gebärmutter bleibt erhalten.
    • LASH: Bauchspiegelung, minimal-invasive Knopfloch-Chirurgie, endoskopisch, Gebärmutterteilentfernung unter Erhalt des Muttermundes und der Mutterbänder.
    • Myomenukleation per Laparotomie: Bauchschnitt, Gebärmutter bleibt erhalten.
    • Suprazervikale Hysterektomie per Laparotomie: Bauchschnitt, Gebärmutterteilentfernung unter Erhalt des Muttermundes und der Mutterbänder.
  • Fokussierter Ultraschall oder Myomembolisation: Mit Hilfe dieser  Verfahren können, unter bestimmten Voraussetzungen, radiologisch gezielt die Blutgefäße des Myoms verschlossen werden. Die Myomgröße schrumpft nach einigen Wochen auf 30-50%. Ob dieses Verfahren für Sie infrage kommt, werden wir mit Ihnen bei der Erarbeitung Ihres individuellen Therapiekonzeptes besprechen.


Was ist für mich die richtige Therapie?
Bitte sprechen Sie bei entsprechenden, oben genannten Beschwerden mit Ihrer behandelnden Frauenärztin bzw. Ihrem behandelnden Frauenarzt. Hier wird möglicherweise die Diagnose einer Myomerkrankung gestellt. Je nach Größe und Beschwerdebild wird Ihnen eine konservative Behandlung vorgeschlagen oder eine operative Behandlung empfohlen.

Im Falle eines operativen Therapievorschlages, werden die Ärztinnen und Ärzte der TAGESKLINIK ALTONAER STRASSE mit Ihnen die chirurgischen Möglichkeiten individuell besprechen. Dabei haben bei uns ambulante, minimalinvasive, knopfloch-chirurgische, endoskopische Verfahren ohne Narben, die die Gebärmutter erhalten, den absoluten Vorrang.