Was ist Endometriose?

Der Begriff Endometriose ist vom Wort "Endometrium" bzw. "Gebärmutterschleimhaut" hergeleitet. Die Gebärmutterschleimhaut kleidet normalerweise nur den Innenraum der Gebärmutter aus.

Bei der Endometriose findet sich diese Schleimhaut jedoch auch außerhalb der Gebärmutter in anderen Regionen des Körpers und bildet dort Herde, Knoten oder Zysten. Dies verursacht u.a. Schmerzen und Kinderlosigkeit.

Die Ursachen der Endometriose sind trotz weltweiter Forschung noch immer ungeklärt.


Ist Endometriose häufig?

Endometriose ist ein wenig bekanntes Frauenleiden an dem in Deutschland jährlich etwa 40.000 Frauen erkranken. Vor allem in der fruchtbaren Lebensphase zwischen dem 15. und 45. Lebensjahr tritt eine Endometriose besonders häufig auf. Aber auch junge Mädchen oder Frauen in den Wechseljahren können von einer Endometriose betroffen sein.
Tatsächlich vergehen meist viele Jahre von den ersten Beschwerden bis zur korrekten ärztlichen Diagnose. Die Gründe sind vielfältig. Nicht selten akzeptieren Patientinnen ihre Beschwerden als "irgendwie normal". Meist aber liegt es an der Unerfahrenheit des behandelnden Arztes - wegen der Vielgestaltigkeit der Endometriose und das sehr unterschiedliche Ausmaß der Beschwerden ist es nicht leicht die richtige Diagnose zu stellen.

Formen der Endometriose
Die Endometriose wird weltweit nach den Maßstäben der American Fertility Society in vier Stadien eingeteilt, von Stadium 1 (leicht) bis Stadium 4 (schwer). Diese Einteilung der Endometriose lässt jedoch leider keine Rückschlüsse hinsichtlich der Beschwerden der Patientin und der Ausdehnung des Tiefenwachstums zu. Die "Stiftung Endometriose Forschung" überarbeitet deshalb derzeit die Endometriose Einteilung.

Das Krankheitsbild der versprengten Gebärmutterschleimhaut
(Endometriose) findet sich meist

  • auf dem Bauchfell (peritoneale Endometriose)
  • in, auf oder hinter den Eierstöcken. Hier können Endometriose-Zysten entstehen (ovarielle Endometriose).
  • an den Eileitern
  • hinter der Gebärmutter
  • an den Mutterbändern
  • Verlässt eine Endometriose die oberflächlichen Schichten des Bauchfells und wächst in die Tiefe, spricht man von einer tief infiltrierenden Endometriose. Sie kann auf benachbarte Organe wie Darm und Blase übergehen.
  • Die sogenannte Adenomyose bezeichnet das Wachstum von Gebärmutterschleimhaut innerhalb der Gebärmuttermuskulatur.