Suprazervikale Hysterektomie oder LASH

Bei der suprazervikalen Hysterektomie handelt es sich um eine Form der Gebärmutterentfernung, die in den letzten Jahren wiederentdeckt wurde.

Die Hauptindikationen für den Eingriff sind therapieresistente Blutungen und Schmerzen während der Periode sowie der symptomatische Uterus myomatosus, wenn eine isolierte Entfernung von Myomen nicht möglich oder nicht erwünscht ist.

Bei der suprazervikalen Hysterektomie wird nur der erkrankte Gebärmutterkörper (verstärkte Blutungen, Myome) entfernt. Der Gebärmutterhals, der in der Regel gesund ist und an dem Bänder ansetzen, die für die Stabilität des gesamten Beckenbodens wichtig sind, bleibt erhalten. Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass dem Gebärmutterhals eine große Bedeutung hinsichtlich späterer Inkontinenzprobleme, dem Erhalt der Beckenbodenstabilität und der sexuellen Empfindungen nach Hysterektomie zukommt.


Durch den minimal-invasiven Zugang (laparoskopisch) findet die suprazervikale Hysterektomie eine immer größere Verbreitung.

Die sog. LASH (laparoskopische suprazervikale Hysterektomie) wird in der Tagesklinik Altonaer Strasse seit 1998 angeboten.  Nachbefragungen von Patientinnen,  die in unserer Klinik operiert wurden, haben gezeigt, dass die überwiegende Mehrzahl mit dem Ergebnis der Operation sehr zufrieden  ist . Eine Multicenter-Studie der im VAAO (Velener Arbeitskreis Ambulantes Operieren) organisierten Tageskliniken zeigte eine hohe Zufriedenheits- und eine extrem niedrige Komplikationsrate.

Einige Krankenkassen ermöglichen durch Direktverträge mit der Tagesklinik eine ambulante Durchführung. Falls erforderlich, können wir Patientinnen in unserem Beleghaus stationär nachbetreuen. Der größte Teil der Patientinnen kann nach zwei bis drei Wochen die normale Arbeit wieder aufnehmen.